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Rettungspaket für den Offenen Ganztag: Freie Wohlfahrtspflege NRW startet Online-Petition

Seit vielen Jahren fordert die Freie Wohlfahrtspflege eine gesetzliche Lösung verbunden mit einer verbesserten Finanzierung für den Offenen Ganztag durch das Land NRW ein. Im Rahmen der Landtagswahl 2017 wurden durch vielfältige örtliche und überörtliche Aktionen auf die schwierige Situation in den Grundschulen in NRW aufmerksam gemacht. Eine Abschlussdelegation mit rund 2.500 Schülern, Eltern und Betreuungskräften forderten noch im Frühsommer 2017 vor dem Düsseldorfer Landtag: „Gute OGS darf keine Glückssache sein!“. Ein Jahr später startet die Freie Wohlfahrtspflege nun eine Online-Petition – denn kaum etwas hat sich verbessert.

Jetzt heißt das Motto: „Wir bleiben dran! Wir fordern ein Rettungspaket für den Offenen Ganztag!“ Es hat leichte Verbesserungen der Landesfinanzierung für den Offenen Ganztag gegeben, aber das reicht bei Weitem nicht. Wir brauchen Substanz und Nachhaltigkeit – und das jetzt. Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz für jedes Kind. Wir brauchen eine auskömmliche Finanzierung und damit letztlich ein Landesgesetz, das eine gute OGS für alle sicherstellt“, so der Sprecher der Kölner Liga, Peter Krücker.

Die Offenen Ganztagsschulen haben sich zu einem wichtigen Bildungs-, Betreuungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler in Köln wie auch in ganz NRW entwickelt. Sie tragen dazu bei, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Die Träger de freien Jugendhilfe stellen in rund 150 Kölner Grundschulen für rund 29.000 Kinder die Ganztagsangebote für Schülerinnen und Schüler sicher und sind damit ein verlässlicher Partner für Kinder, Eltern und Schule. Davon sind rund 95% der Träger der Freien Wohlfahrtspflege angeschlossen.

Die Finanzierung des Offenen Ganztags ist kompliziert und variiert von Kommune zu Kommune. Das Land gibt aktuell durchschnittlich 812 Euro pro Kind und Schuljahr, die Kommunen einen Pflichtbeitrag von derzeit etwa 461 Euro pro Kind/Schuljahr, in Köln darüber hinaus einen freiwilligen Anteil von rund 471 Euro pro Kind/Schuljahr! Damit steht Köln aufgrund des kommunalen Engagements schon besser da als die Mehrzahl der Städte und Gemeinden in NRW.                    

Gebraucht würden aber 3.250 Euro pro Platz, so Berechnungen der Freien Wohlfahrtspflege NRW, um eine verlässliche und qualitätsvolle Betreuung und Bildung für die Primarkinder zu gewährleisten. Denn Kinder in der Offenen Ganztagsschule verdienen gut ausgebildete Fachkräfte, angemessene Gruppengrößen und adäquate Räume. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen verlässliche Arbeitsbedingungen, zu denen auch eine angemessene und attraktive Vergütung zählt. Eltern wiederum benötigen tragfähige und verbindliche Rahmenbedingungen, um Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, ruft die Liga NRW wie auch die Kölner Liga im Rahmen der laufenden Haushaltsplanberatungen des Landtags NRW alle Eltern, Träger und interessierte Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Online Petition https://www.openpetition.de/petition/online/wir-fordern-ein-rettungspaket-fuer-den-offenen-ganztag aktiv zu unterstützen. Diese ist bereits gestartet und läuft bis zum 31. Oktober 2018!

Machen Sie bitte mit – jede Unterstützung hilft!

Für weitergehende Informationen bietet die Kampagnenseite der Freien Wohlfahrtspflege NRW umfangreiches Datenmaterial:

https://www.freiewohlfahrtspflege-nrw.de/initiativen/ogs-kampagne/ogs-kampagne/


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Pressemitteilung der Freien Wohlfahrtspflege