Auf unserer Website können technisch erforderliche Cookies eingesetzt werden.
Nähere Informationen hierzu finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

OK
AWO Kreisverband Köln e. V. | Rubensstraße 7-13, 50676 Köln | Telefon: 0221 20 40 7-0 | E-Mail:
Presse & Neuigkeiten / Fachstelle für Gewaltprävention / Streetwork

< zurück

Streetwork meets Streetart - ein interaktives Graffitiprojekt

Am 04.05 und 05.05.2022 führten die Streetworker*innen der AWO Köln aus dem Bezirk Rodenkirchen in Kooperation mit den Mitarbeitenden des Projekts „du entscheidest“, der Graffitikünstlerin Nane Art und mit Unterstützung des interkulturellen Dienstes der Stadt Köln, sowie der Immobiliengesellschaft SHV,ein interaktives Graffitiprojekt für Kinder und Jugendliche auf dem Außengelände der Hochhaussiedlung Kölnberg durch.

Die Pädagog*innen des Streetworks bezeichneten das Projekt als einen vollen Erfolg.

Im Fokus der Idee stand - den jungen Menschen vor Ort die Möglichkeit zu bieten -  aktiv, mit eigenen, kreativen Vorstellungen ihren Sozialraum zu gestalten und einen interkulturellen, niedrigschwelligen Austausch zu ermöglichen. In der Siedlung am Kölnberg leben viele Menschen auf engstem Raum und in teilweise sehr bedrückenden Verhältnissen. Dies bietet  wenige Rückzugsmöglichkeiten für junge Menschen, daher halten diese sich vermehrt im öffentlichen Raum auf. Durch ein offenes, mobiles Angebot ist es möglich die Zielgruppe genau dort abzuholen.

Die Immobiliengesellschaft SHV stellte eine lange Wand an der Einfahrt einer Tiefgarage zu Verfügung, damit die jungen Menschen sich auf dieser in künstlerischer Form verwirklichen konnten. Um zu gewährleisten, dass eine professionelle Anleitung stattfindet, war die Künstlerin Nane Art vor Ort. Diese erklärte Schritt für Schritt, wie man zunächst die Idee eines Bildes entwickelt, daraus auf Papier einen so genannten Sketch anfertigt und dies dann mit Sprühdosen auf die Wand bringt. Als Zwischenschritte lernten die Kinder und Jugendlichen den richtigen Umgang mit den Dosen auf einer Probewand aus Pappe. Dabei fiel schnell auf, dass es gar nicht so leicht ist, einen geraden Strich an die Wand zu bekommen. Besonders entscheidend sind Abstand zum Objekt, der Winkel in dem die Dose gehalten wird, kontinuierliche Bewegungen, sowie eine Menge Gefühl.

Die Jugendlichen zeigten sich begeistert und hoch motiviert. So entstanden schnell die ersten Kunstwerke und die bisher nackte, graue Wand wurde nach und nach immer bunter. In insgesamt zwei Tagen entstand aus vielen Einzelbildern ein buntes, kreatives Gesamtkunstwerk, welches den Stil der Künstlerin und die Ideen und Lebenswelten der Jugendlichen vereint. Das Bild zeigt Interessen, Idole und Fantasien verschiedener junger Menschen, die verbindet, dass sie in dem gleichen Sozialraum leben und diesen gemeinsam ein Stück schöner und lebenswerter gestaltet haben. So bleibt nicht nur eine Erinnerung, sondern ein Ergebnis, das sie täglich in ihrem Alltag betrachten können.