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Gesichter hinter dem Ehrenamt

Gesichter hinter dem Ehrenamt

Wie und wo können sich junge Menschen in Köln einbringen? Etwas verändern und dabei Gutes tun?

Das zu beantworten ist nicht leicht, zumal es viele Möglichkeiten gibt, sich ehrenamtlich zu engagieren und Projekte und bürgerschaftliche Initiativen zu unterstützen.

Hier stellen engagierte Menschen sich und ihre Arbeit vor!

 

Alexandros – Projekt „Junges Ehrenamt in Köln“

Steckbrief
Name: Alexandros
Alter: 16 Jahre
Beruf: Schüler
Ehrenamtsprojekt: Junges Ehrenamt in Köln

Ziel: Engagementbotschafter für Junges Ehrenamt, Erstellung eines Newsletters, Unterstützung bei der Paraskate WM 2019 und Entwurf, Herstellung und Verteilen von Samentütchen.

Zitat: " Wir leben gemeinsam in einer Gesellschaft und damit das gut funktioniert sollte jede*r seinen Beitrag leisten, Selber anpacken und was bewegen“

#1 Warum engagierst du dich?

Ich finde, dass allgemein Engagement eine Bereicherung für mich ist, zum Beispiel das mit dem Newsletter könnte mir ja später weiterhelfen. Ich finde es auch interessant herauszufinden, was es einfach so gibt; zum Beispiel war mir auch eine Herzensangelegenheit etwas gegen das Bienensterben zu tun. Ich finde es wichtig, sich nicht nur zu beschweren, sondern auch selbst tätig zu werden und zu helfen. Wir leben in einer Gesellschaft und jede Person sollte einen Beitrag leisten.

#2 Was ist besonders an deinem Projekt?

Ich würde sagen besonders ist, dass es nur an eine Zielgruppe gerichtet ist. Es ist für Menschen von 12-27 Jahren. Ich habe schon an sehr vielen Projekten innerhalb des jungen Ehrenamts teilgenommen und geholfen, wie zum Beispiel Workshops oder die Paraskate WM. Besonders ist also auch die Diversität.

#3 Gab es bereits Schwierigkeiten?

Also wenn ich mal Probleme hatte, dann war das höchstens terminlich, sprich, wenn eine Veranstaltung oder Aktion vormittags war, da das mit der Schule nicht ging. Aber sonst hatte ich noch keine Schwierigkeiten.

#4 Welche Tipps und Erfahrungswerte hast du für junge Menschen, die sich engagieren wollen?

Ich würde sagen, dass man auf jeden Fall offen sein sollte. Mir war, bevor ich mich engagiert habe, nicht bewusst, was es alles gibt. Dann hatte ich mein erstes Beratungsgespräch und mir sind die Möglichkeiten eröffnet worden. Außerdem sollte man aus seiner eigenen Komfortzone rauskommen, ich traue mich zum Beispiel seit einem Workshop mehr, auf Menschen zuzugehen.
Und auch, dass es schon reicht, wenn man zwischendurch mal Zeit hat.
 
#5 Warum würdest du anderen empfehlen, sich dort ebenfalls zu engagieren und für welche Zielgruppe ist das Projekt besonders geeignet?

Empfehlen würde ich das Projekt anderen Menschen auch aufgrund meiner Beweggründe, nämlich, dass man sich persönlich weiterentwickeln und einen Beitrag leisten kann. Das Projekt richtet sich an eine junge Zielgruppe, deshalb würde ich es auch jüngeren Menschen empfehlen. Ich weiß, was meine Freunde interessiert und andere jüngere Leute wissen das auch oft eher, als zum Beispiel ältere Menschen.

Charleen – Projekt „Kölncycle“

Steckbrief
Name: Charleen
Alter: 22 Jahre
Beruf: Studentin
Ehrenamtsprojekt: Junge Stadt Köln, Kölncycle
Ziel: Upcycling von Schrottfahrrädern

Zitat: „Ich engagier mich, weil ich es wichtig finde, dass wir uns als junge Menschen aktiv in das Stadtgeschehen miteinbringen.“

#1 Warum engagierst du dich?

Ich finde es toll, dass wir so eine gemischte Gruppe sind. Dadurch kann man viele Erfahrungen durch die Gruppe sammeln. Außerdem finde ich es wichtig, dass wir uns als junge Menschen aktiv in das Stadtgeschehen einbringen. Ich liebe es zu basteln und habe Spaß daran alle zwei Wochen an den Fahrrädern herumzuwerkeln.

#2 Was ist besonders an deinem Projekt?

Das Besondere daran ist, dass jeder seine eigenen Projekte umsetzen kann. Manche machen Uhren aus den Rädern, manche Traumfänger,… . Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

#3 Gab es bereits Schwierigkeiten?

Das Problem ist, dass das Projekt noch sehr jung ist und wir deswegen noch nicht wirklich junge Menschen akquirieren konnten. Wir waren damit beschäftigt, erst mal für uns zu schauen, in welche Richtung es gehen soll. Jetzt sind wir in der Phase, in der wir neue junge Menschen dazu gewinnen wollen. Unser nächstes Ziel ist also, unsere social media Präsenz auszubauen.

#4 Welche Tipps und Erfahrungswerte hast du für junge Menschen, die sich engagieren wollen?

Man sollte sich einfach trauen, mal vorbeizuschauen. Gerade durch das Kennenlernen anderer Länder und Kulturen durch die gemischte Gruppe, macht man sehr viele Erfahrungen, die sehr wertvoll sind.

#5 Warum würdest du anderen empfehlen, sich dort ebenfalls zu engagieren und für welche Zielgruppe ist das Projekt besonders geeignet?

Das Projekt ist perfekt, wenn man sich aktiv ins Stadtgeschehen einbringen möchte. Außerdem gibt´s für jeden eine andere Aufgabe und es macht super viel Spaß mit verschiedensten Menschen zusammenzuarbeiten. Wir haben uns spezialisiert auf die Zielgruppe im Alter von 15-25 Jahren.

Christian – Projekt „K.R.A.K.E.“

Steckbrief
Name: Christian Stock
Alter: 37 Jahre
Beruf: Schauspieler
Ehrenamtsprojekt: K.R.A.K.E – Kölner Rhein-Aufräum-Kommando-Einheit
Ziel: Müllsammelaktionen in Köln, um von Menschen verursachten Schäden zu begrenzen sowie Tiere und Pflanzen zu schützen
Zeitaufwand: nach Bedarf

Zitat: "Jede*r der einmal mit Müll gesammelt hat, sieht was los ist. Wer einmal eine Kippe aufgesammelt hat, sieht danach überall Kippen. Eine einzelne Person kann etwas verändern. Es ist so leicht und kostet nichts"

#1 Warum engagierst du dich?

Ich habe schon immer Müll gesammelt und wurde auch so erzogen, dass man sein Zeug nicht einfach so auf den Boden schmeißt. Immer wenn ich am Rheinufer gegrillt und mein Bierchen getrunken habe, habe ich aus egoistischen Motiven im Umkreis von 5 Metern alles schön saubergemacht, damit ich es auch schön habe. Irgendwann war es dann nicht mehr nur dieses egoistische Motiv, sondern eher der Umweltschutzaspekt, weil ich nicht will, dass das Plastikzeug im Meer landet und von Tieren gefressen wird. Hier in Deutschland geht es uns sehr gut und es wird viel zu viel herum gejammert. Die Flüchtlinge und die Arbeitslosigkeit. Quatsch! Unser Problem ist der Planet, der gerade stirbt und da müssen wir ansetzen und das ganze Gejammer Drumherum, das tangiert mich nicht. Das nehme ich war, aber ich nehme es nicht ernst und ich schöpfe meine Kraft daraus, dass ich etwas veranstalte, etwas auf die Welt bringe und die Leute finden es gut, die machen mit und es werden immer mehr. Das bestätigt mich, das ist unheimlich Kraft schöpfend.

#2 Was ist besonders an deinem Projekt?

Das Besondere ist, dass jede*r mit sammeln kann, egal ob jung, ob alt, ob dick, ob dünn, ethnische Herkunft ist völlig egal, wir haben alle das gleiche Ziel. Es macht in der Gruppe tatsächlich Spaß, Müll zu sammeln, man kommt sich auch zwischenmenschlich näher. Ich habe schon so viele nette Menschen dort kennengelernt, was niemals der Plan war. Aber aus dieser Krake hat sich so viel entwickelt. Bestes Beispiel: Ich habe meine Freundin darüber kennengelernt, wir haben monatelang nebeneinanderher gesammelt und irgendwann gemerkt, dass wir uns ein bisschen gut finden.

Mittlerweile hat sogar die Politik uns auf dem Schirm. Wir haben 2019 den Kölner Ehrenamtspreis gewonnen, das ist ja auch eine schicke Geschichte. Jetzt stecke ich da drin und jetzt gibt es kein Zurück mehr.

#3 Gab es bereits Schwierigkeiten?

Ich habe am Anfang ziemlich zu kämpfen gehabt, weil ich das ganz alleine gemacht habe. Jetzt sind es aber knapp 4.000 Leute in der Aufräumtruppe. Am Anfang habe ich mir ein bisschen mehr Unterstützung von der Stadt Köln erhofft. Die Stadt besteht ja aus Ämtern und wenn man sich einmal damit beschäftigt hat, dann weiß man, da hängt ein Rattenschwanz dran. Dann hast du für alles einen Zuständigen und das geht durch so viele Instanzen und da sind nicht immer alle Feuer und Flamme für das was du tust. Aber seit 2019 sind sie dabei die K.R.A.K.E zu unterstützen. Denn die haben gesehen, ich bin hartnäckig und man darf mich nicht ignorieren mit meiner Idee, weil es ist ja auch eine komplett gute Sache. Ansonsten, die Problematik sind die Menschen an sich, die ihr Zeug liegen lassen am Rhein. Da müssen wir mehr sensibilisieren.

#4 Welche Tipps und Erfahrungswerte hast du für junge Menschen die sich engagieren wollen?

Kommt mal vorbei! Kommt mal vorbei und sammelt mit. Es ist natürlich am Anfang immer so ein bisschen komisch, wenn man den Bückling für andere macht und es wirkt manchmal so, als würde man jemand hinterher räumen. Aber darum geht es uns gar nicht. Uns geht es darum, dass jedes Stück Plastik, das wir einsammeln nicht im Meer landen kann und irgendwelche Tiere tötet. Man fühlt sich als Einzelperson natürlich ein bisschen wie der Vollhonk, wenn man sich immer bückt und irgendwie die Leute gucken. Wir machen das freiwillig und fühlen uns dabei gut. In der Gruppe ist es natürlich eine ganz andere Dynamik, da macht es wirklich Spaß. Ich kann es jedem nur empfehlen. Ich bin auch der Meinung, es geht grundsätzlich jeden etwas an und unser Planet hat nicht mehr all zu lange. Irgendwann gibt es den großen Knall. Wir können das Ende nicht mehr beeinflussen aber wir können es noch hinauszögern, unseren Untergang, um jetzt mal apokalyptisch zu werden.

#5 Warum würdest du anderen empfehlen, sich dort ebenfalls zu engagieren und für welche Zielgruppe ist das Projekt besonders geeignet?

Die Zielgruppe ist komplett gemischt. Wir haben Frauenüberschuss, es sind tatsächlich mehr Frauen. Wir haben glaube ich 70% Frauen. Also an die Herren da draußen, da findet sich was! Es sind wirklich gute Menschen die in der Gruppe dabei sind, sonst würden sie nicht kommen und mit sammeln -  freiwillig. Wir haben alle dabei, Schüler*innen, Studierende, Anzugtragende, Hausfrauen, Hausmänner, Menschen mit Hund, Menschen mit Kind, Rentner*innen - es sind alle dabei. Es ist so ein schöner Querschnitt durch die Kölner Gesellschaft.  Und jede*r der mal mit gesammelt hat, sieht erst mal, was überhaupt los ist. Man läuft mit Scheuklappen durch die Welt. Aber wenn man einmal das Auge dafür hat, wenn man einmal eine Kippe aufgesammelt hat, dann sieht man überall Kippen. Man merkt erst: Hoppala, Huiuiui, das Problem ist größer als gedacht. Aber wenn man einmal Müll gesammelt hat, dann ist das komplette Leben verändert. Es ist tatsächlich so, man hat ein Auge dafür und am Anfang ist es echt so, dass es einen deprimiert. Es ist leider so ein Effekt, der sich einstellen wird aber, wenn man einmal so einen Schalter umlegt und sich sagt: „Ich kann tatsächlich als einzelne Person etwas bewirken, ich kann was bewirken, ich bilde mir ein, schon etwas bewirkt zu haben.“ Als Raucher seine Kippe nicht achtlos wegschmeißen, sondern ordentlich. Es ist eigentlich selbstverständlich. Und es ist so leicht und kostet nichts.

Damalie – Projekt „Invia-Jugend-Freiwilligendienst“

Steckbrief
Name: Damalie Victoria Nabukalu
Alter: 27 Jahre
Beruf: Student*in
Ehrenamtsprojekt: Invia
Ziel: Interkultureller Austausch afrikanisch-europäischer Lebensarten
Zeitaufwand: 1-2-mal die Woche

Zitat: "Es ist ein schönes Gefühl, der Gesellschaft mit Zeit etwas zurückgeben zu können. Im Gegenzug, lerne ich so viel von den anderen Menschen."

#1 Warum engagierst du dich?

Ich bin nicht gut darin, still und alleine zuhause zu sitzen. Bisher hatte ich immer das Gefühl, etwas unternehmen zu müssen und aktiv zu werden. Dazu zählte für mich: Rausgehen, Leute kennenlernen und Eindruck hinterlassen. Ich habe mich deshalb für ein Ehrenamt bei Inviq entschieden. Invia ist ein Projekt, dass den interkulturellen Austausch afrikanisch-europäischer Lebensarten fördert. Ich wohne noch nicht solange in Köln und vieles kam mir anfangs fremd vor.  Durch das Ehrenamt verstehe ich den Alltag und die Menschen in Köln viel besser. Wiederrum verstehen die Menschen auch mich und meinen Alltag besser.

Aber was mich am meisten begeistert, ist die Chance, mit dem Projekt der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Es ist ein schönes Gefühl, der Gesellschaft mit Zeit etwas zurückgeben zu können. Im Gegenzug, lerne ich so viel von den anderen Menschen.

#2 Was ist besonders an deinem Projekt?

Bei dem Projekt bietet es sich immer wieder an, viele spannende Leute aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen kennenzulernen. Es kommen die verschiedensten Menschen an einem Ort zusammen und bringen bestimmte Bilder und Erwartungen von Europa und Afrika mit. Wir lernen gemeinsam, dass nicht alles nur schwarz-weiß ist, dass Afrika nur arm und Europa immer reich ist. Denn nur, weil etwas immer in den Nachrichten wiederholt wird, bedeutet nicht, dass dies auch stimmt. Wir wollen zusammenkommen und uns als Menschen besser verstehen lernen und Vorurteile abbauen. So komme ich auch aus meiner „social bubble“ heraus und lebe nicht in meiner eigenen Welt. Für mich ist das Ehrenamt wie eine große Familie: Wir helfen uns gegenseitig und lassen uns nicht allein. Wir helfen denen, die Hilfe brauchen. Wenn wir uns streiten, dann vertragen wir uns auch wieder. Zusätzlich kann ich beim Ehrenamt meine Deutschkenntnisse verbessern. Das Ehrenamt ist also zeitgleich auch mein Sprachtandem.

#3 Gab es bereits Schwierigkeiten?

Ja, die Deutsche Sprache! (lacht) Meine größten Schwierigkeiten hatte ich wirklich mit der Sprache. Deutsch ist mit ihrer Grammatik so viel komplexer im Vergleich zu Englisch. Viele sprechen sehr schnell und manchmal auch undeutlich ohne es zu bemerken. Das macht es mir beispielsweise in Teammeetings besonders schwer zu folgen. Aber wenn ich die Menschen darum bitte, langsamer zu sprechen, haben diese auch Verständnis dafür. Verständnis ist die Grundlage um unsere gemeinsamen Probleme zu lösen.

#4 Welche Tipps und Erfahrungswerte hast du für junge Menschen, die sich engagieren wollen?

Alle jungen Menschen können Ihre Fähigkeiten in das Projekt ihrer Wahl einbringen. Wenn das Projekt nicht ihren Erwartungen entspricht, können diese sich gerne ein anderes Projekt bei Invia aussuchen. Invia lässt dir die Freiheit dir ein Projekt auszusuchen, das gut in deine eigenen Zukunftspläne passt.

#5 Warum würdest du anderen empfehlen, sich dort ebenfalls zu engagieren und für welche Zielgruppe ist das Projekt besonders geeignet?

Das Projekt steht allen Menschen offen, die Zeit und Motivation haben sich interkulturell miteinander auszutauschen und zu vernetzen. Es ist immer etwas für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Ältere was dabei. Alle Menschen, die Neugier auf andere Menschen haben oder Vorurteile abbauen wollen, sind herzlich willkommen.

Jacqueline – Projekt „Sea-Eye-Seenotrettung“

Steckbrief
Name: Jaqueline
Alter: 35 Jahre
Beruf: berufstätig
Ehrenamtsprojekt: Sea-Eye

Ziel: Primär geht es um die Rettung von Menschenleben, denn ohne unser Engagement würden die Menschen einfach sterben.

Zitat: "Für ein offenes Land mit freien Menschen.“

#1 Warum engagierst du dich?

Durch Sea-Eye und andere NGO´s werden die Menschen auf dem Mittelmeer gerettet und vor dem sterben bewahrt. Dabei möchte ich einfach helfen, da ich mich für die Menschen, die sich erst schon in schwierigen Situationen befinden, einsetzen möchte.

#2 Was ist besonders an deinem Projekt?

Wir setzen uns zusammen aus der Crew auf der See, die das Leben direkt vor Ort rettet und der Crew an Land, wir, die Spenden für die Missionen sammeln. Der besondere Bezug zu unserer Gruppe ist, dass wir sehr niedrigschwellig sind, man kann sofort mitmachen. Eine weitere Besonderheit ist das breite Spektrum, in dem man sich innerhalb der Gruppe engagieren kann. Es gibt verschiedene Projekte: Eins beschäftigt sich damit, sich um social media zu kümmern. In diesem Projekt stehen die Öffentlichkeitarbeit und soziale Netzwerke, wie Facebook, im Fokus. Des Weiteren gibt es ein Projekt, das sich um Künstleranfragen kümmert. Menschen, die sich hier engagieren, fragen bei Künstlern an, ob die Hochschulgruppe einen Stand buchen kann.

#3 Gab es bereits Schwierigkeiten?

Ein großes Problem besteht darin, dass oftmals Geld für die Missionen fehlt. Als Konsequenz können die Schiffe nicht ausfahren. Diesem Problem wird vor allem durch das Sammeln von Spenden versucht entgegen zu wirken.
Das Thema der Seenotrettung ist darüber hinaus ein sehr polarisierendes Thema. Dadurch kommt es manchmal zu Anfeindungen von Rassismus, oder auch Gefahren vor Ort bei den Schiffen. Immer wieder aufkehrend ist dabei auch die Diskussion, man spiele den Schleppern in die Hände.

#4 Welche Tipps und Erfahrungswerte hast du für junge Menschen, die sich engagieren wollen?

Wir stehen in einer demokratischen Gesellschaft für Respekt, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft und das ist uns ganz wichtig. Wenn es dir auch wichtig ist, dann komm einfach vorbei. Wir treffen uns immer dienstags abends für zwei Stunden. Mitmachen lohnt sich, denn dabei rettet man Menschenleben.

#5 Warum würdest du anderen empfehlen, sich dort ebenfalls zu engagieren und für welche Zielgruppe ist das Projekt besonders geeignet?

Die Frage ist in welcher Gesellschaft wir leben wollen, welches miteinander wir haben wollen. Wer sich für eine offene und solidarische Gesellschaft und gegen eine abgestumpfte und gespaltene Gesellschaft einsetzen möchte und in dieser leben möchte, der ist bei uns genau richtig. Die Zielgruppe von „Sea-Eye Köln“ sind Studierende, da es sich um eine Hochschulgruppe handelt. Es kann und soll aber auch jeden ansprechen. Es können sich Menschen aus allen Bereichen engagieren. Generell gilt bei der Hochschulgruppe, dass man sich so viel einbringen kann, wie man Zeit aufwenden kann und Lust hat. Dadurch kann man das Engagement bei dem Projekt sehr flexibel gestalten.

Martha – Projekt „Paraskate WM 2019“

Steckbrief
Name: Martha
Alter: 14 Jahre
Beruf: Schülerin
Ehrenamtsprojekt: Junges Ehrenamt in Köln

Ziel: Engagementbotschafterin für Junges Ehrenamt, Erstellung eines Newsletters, Unterstützung bei der Paraskate WM 2019 und Entwurf, Herstellung und Verteilen von Samentütchen.

Zitat: „Ich engagier mich, weil ich neue Menschen kennenlerne und Erfahrungen sammeln möchte.“

#1 Warum engagierst du dich?

Weil ich dadurch Erfahrungen sammeln möchte und neue Leute kennenlernen kann. Außerdem möchte ich anderen Menschen helfen und neue Perspektiven erhalten.

#2 Was ist besonders an deinem Projekt?

Ich denke besonders an meinem Projekt ist, dass ich verschiedene Dinge in verschiedenen Bereichen machen kann.

#3 Gab es bereits Schwierigkeiten?

Ich glaube nicht.

#4 Welche Tipps und Erfahrungswerte hast du für junge Menschen die sich engagieren wollen?

Ich habe jetzt zum Beispiel erstmal Tipps von einer Lehrerin geholt und mir dann die Projekte vorstellen lassen. Dann habe ich mir das ausgesucht, womit ich mich am wohlsten gefühlt habe und da dann halt auch nur das gemacht, womit ich zurechtkam und wobei ich das Gefühl hatte, dass ich helfen kann.

#5 Warum würdest du anderen empfehlen, sich dort ebenfalls zu engagieren und für welche Zielgruppe ist das Projekt besonders geeignet?

Ich würde anderen empfehlen, sich da zu engagieren, wo man Erfahrungen sammeln will. Es ist für Menschen, die offen sind und man kann auch seine Vorurteile widerlegen. Außerdem erfüllt es mich mit Stolz.

Pia – Projekt „Balu und Du“

Steckbrief
Name: Pia
Alter: 28 Jahre
Beruf: berufstätig
Ehrenamtsprojekt: Balu und Du

Ziel: Zusammen werden einmal in der Woche verschiedene Aktivitäten unternommen. Dabei ist das Spektrum sehr vielfältig: von gemeinsam kochen, über Fußball spielen zu gemeinsam einkaufen gehen. Zusätzlich steht ein Balu immer als Bezugsperson bei den verschiedensten Anliegen zur Seite und hat immer ein offenes Ohr.

Zitat: „Durch mein ehrenamtliches Engagement bekomme ich immer wieder verschiedene Perspektiven aufgezeigt (…).

#1 Warum engagierst du dich?

Ich möchte dadurch vor allem der Gesellschaft etwas zurückgeben.

#2 Was ist besonders an deinem Projekt?

Besonders bei diesem Projekt ist die 1:1 Betreuung zwischen einem Balu (Ehrenamtler) und einem Mogli (Kind), wodurch eine intensive Beziehung zu dem Kind aufgebaut wird. Es ist ein Patenschaftsprojekt. Außerdem steht hier vor allem das außerschulische Lernen im Mittelpunkt, sodass die Kinder wertvolle Erfahrungswerte von den Balus erhalten können. Durch mein ehrenamtliches Engagement bekomme ich immer wieder verschiedene Perspektiven aufgezeigt. Das Schöne bei dem Projekt ist aber, dass man nicht nur durch die Kinder neue Sichtweisen aufgezeigt bekommt, sondern auch die Dankbarkeit der Eltern und der Kinder deutlich spüren kann.

#3 Gab es bereits Schwierigkeiten?

Sollte es einmal ein Problem geben, kann bei Schwierigkeiten jederzeit der/die Koordinator/-in kontaktiert werden. Es gibt zusätzlich alle zwei Wochen ein Treffen, an dem die Grenzen und persönlichen Rechte der Balus aufgezeigt werden. Zudem wird man dort aufgeklärt, wie man mit schwierigeren Situationen besser umgehen kann.

#4 Welche Tipps und Erfahrungswerte hast du für junge Menschen, die sich engagieren wollen?

Bei der Suche nach einem passenden Ehrenamt sollte man immer darauf achten, dass man sich bei den vielen Möglichkeiten etwas aussucht, das einem viel Spaß bereitet. Des Weiteren sollte es ein Projekt sein, für das man sich nicht zu sehr überwinden muss, damit es einem auch gelingt, den ersten Schritt zu machen. Sollte man sich überhaupt nicht sicher sein, was man machen möchte, ist es empfehlenswert in eine Beratung zu gehen.

#5 Warum würdest du anderen empfehlen, sich dort ebenfalls zu engagieren und für welche Zielgruppe ist das Projekt besonders geeignet?

Wenn man gerne mit Kindern arbeitet und sich mit ihnen beschäftigt, ist das auf jeden Fall das richtige Projekt. Man bekommt so viel von den Kindern zurück und kann ihnen einen erfolgreicheren Bildungsweg ermöglichen und ihnen zu einem besseren Sozialverhalten verhelfen. Durch die Vielzahl an Möglichkeiten, etwas zu unternehmen, ist das Projekt für Personen jeden Geschlechts besonders geeignet. Allerdings liegt die Altersgrenze bei 17-30 Jahren, damit diese besondere Beziehung auch aufgebaut werden kann, da jüngere Menschen meist einen besseren Zugang zu den Kindern haben.

Viktoria – Projekt „Öffentlichkeitsarbeit des BfB“

Steckbrief
Name: Viktoria
Alter: 29 Jahre
Beruf: PR Referentin/Studentin
Ehrenamtsprojekt: Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit des BfB

Aufgaben: Neugestaltung der Unternehmenswebsite für das BfB, Neugestaltung von Pressematerialien (Erstellung eines digitalen Newsletters, Weiterentwicklung des Social Media Auftritts

Zitat: „Be certain that you do not die without having done something beautiful for humanity“ - Maya Angelou

#1 Warum engagierst du dich?

Weil ich als „Sprachrohr“ Einrichtungen und Initiativen eine Stimme geben möchte, die soziales Engagement in der Gesellschaft fördern. Für mich gibt es nichts Erstrebenswerteres, als etwas zurückzugeben, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Jeder hat bestimmt schon das ein oder andere Mal im Leben von etwas oder jemandem profitiert, ohne etwas zurückgegeben zu haben. Gerade deshalb sollte man sich stets fragen: „Was kann ich tun, um einen positiven Fußabdruck zu hinterlassen?"

#2 Was ist besonders an deinem Projekt?

Das Besondere an meiner Arbeit beim BfB ist, dass die Öffentlichkeitsarbeit projektübergreifend ist und ich die Möglichkeit habe, die zahlreichen, interessanten Projekte kennenzulernen und noch viel wichtiger: sie so in der Öffentlichkeit zu präsentieren, dass sie ganz viele Menschen erreichen.

#3 Gab es bereits Schwierigkeiten?

Das Tolle am BfB ist, dass jede ehrenamtliche Tätigkeit individuell nach Absprache und den Kapazitäten entsprechend koordiniert wird. Wenn es also zeittechnisch doch einmal eng sein sollte, ist es absolut kein Problem einen Kompromiss oder eine Alternative zu finden.

#4 Welche Tipps und Erfahrungswerte hast du für junge Menschen, die sich engagieren wollen?

Ganz ehrlich? Einfach anrufen, E-Mail schreiben und sich informieren. Man selbst verirrt sich gerne mal im Ehrenamtsdschungel und verliert so den Überblick. Die Auswahl für das passende Ehrenamt schiebt man gerne vor sich her und so verläuft es oft im Sande. Man darf sich auf jeden Fall nicht davon abschrecken lassen, dass Ehrenamt ein Vollzeitjob ist - denn das stimmt so nicht. Es gibt für jede*n das passende Ehrenamt, ob regelmäßig, projektbezogen oder nach Absprache.

#5 Warum würdest du anderen empfehlen, sich dort ebenfalls zu engagieren?

Sich beim BfB zu engagieren, würde ich alleine schon wegen der tollen Atmosphäre und den Mädels empfehlen, die dort jeden Tag ihr Herzblut in ihre Arbeit reinstecken. Insbesondere, wenn man sein berufliches Know-How einbringen möchte, gibt es unzählige, sinnvolle Projekte, in die man seine Zeit und Energie investieren kann.

Ihre AnsprechpartnerInnen

Susanne Budkova
Leiterin des Büros für Bürgerengagement

Telefon 0221 20407-17
Fax 0221 20407-63
E-Mail

 

Julia Homann
Koordination für Junges Ehrenamt in Köln und
Koordination ehrenamtlicher Geflüchtetenarbeit im Bezirk Porz

Telefon 0221 20407-50
            0221- 20407-70

Fax 0221 20407-63
E-Mail


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