Auf unserer Website können technisch erforderliche Cookies eingesetzt werden.
Nähere Informationen hierzu finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

OK
AWO Kreisverband Köln e. V. | Rubensstraße 7-13, 50676 Köln | Telefon: 0221 20 40 7-0 | E-Mail:

+++ Lichtblicke in Corona-Krisenzeiten +++

Liebe Angehörige, liebe Besucher*innen

Auf unserer Webseite möchten wir Ihnen und Interessierten Kölnern gerne kleine Einblicke in unseren Alltag im Seniorenzentrum und in die kleinen Momente geben, die in Krisenzeiten so viel mehr an Bedeutung gewinnen.

Wir wissen, wie schmerzlich Familie, Freunde und Zugehörige vermisst werden in Zeiten, in denen wir das Haus zum Schutz aller Bewohner*innen nach außen hin abschotten müssen.

Es gibt auch viele Lichtblicke...

„Demenz und Migration – Helfen mit Herz und jetzt auf Abstand“ – 29.05.2020

Noch am 02. März 2020 schlossen 12 motivierte Teilnehmerinnen den zweisprachigen Demenz- Qualifizierungskurs für Menschen mit Migrationshintergrund im Pavillon des Theo- Burauen- Hauses erfolgreich ab und freuten sich bereits darauf, das Gelernte direkt umsetzen zu können. Der Kurs wird von den Kolleginnen der niedrigschwelligen Dienste „BAUSTEIN“ und „Veedel für Alle“ angeboten. Er bietet jedem der sich ehrenamtlich betätigen möchte die Möglichkeit, sich im Umgang mit Demenzkranken, die zu Hause versorgt werden, schulen zu lassen. So können die Familien entlastet werden und eine weitere Bezugsperson steht den Menschen für eine kleine Aufwandsentschädigung nach Absprache und Bedarf, zur Verfügung.

Doch kurz nach Abschluss des Kurses kam alles anders: Die Corona- Pandemie erreichte auch Deutschland, Köln und das Seniorenzentrum und stellte alles auf den Kopf. Damit verbunden waren, wie bei allen zu dieser Zeit, viele Fragen und Unsicherheiten. Wie können wir Menschen mit Demenz und deren Familien, also die Risikogruppe, weiterhin unterstützen? Welche Regeln müssen beachtet und eingehalten werden, um das überhaupt möglich zu machen?

Zunächst ging es darum, Risiken abzuwägen und zu entscheiden, ob die Einsätze zur Sicherheit erstmals pausieren oder in veränderter Form weiter stattfinden können. Es gilt ja nicht nur die Familien und demenziell veränderten Menschen zu schützen, wenn Besuch von außen kommt. Auch unsere Helfer waren sehr verunsichert oder gehören sogar selbst der Risikogruppe an und konnten nicht wie gewohnt weitermachen.

Das alles führte zu sehr vielen und langen Telefonaten mit allen Beteiligten, der Stadt und Vorgesetzten. Wichtige Fragen mussten geklärt, Sicherheit gegeben und Ängste genommen werden. Aber wir mussten auch an die eigene Vernunft einiger Helfer*innen appellieren, die partout weitermachen und „ihre“ Familie nicht im Stich lassen wollten. Wir können schließlich nicht zulassen, dass Vorerkrankte sich während ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit dem Risiko einer Infektion aussetzen. Auch viele Familien trauten sich zunächst nicht mehr, Außenstehende in die eigenen vier Wände zu holen. Dazu kam das Betretungsverbot im Seniorenzentrum und Auflagen der Stadt, die einen persönlichen Besuch oder ein Treffen unmöglich machten.

Wir haben also zunächst einmal herausfinden müssen, wie die Helferinnen und Familien zu dem Thema generell stehen und sie intensiv aufklären müssen, was die Risiken betrifft. Alles immer in Absprache mit den zuständigen Behörden oder Vorgesetzten.

Selbst unsere eigene Arbeitssituation hat sich grundlegend geändert. Vermittlungen wurden zunächst völlig eingestellt und konnten dann nach einiger Zeit für Notfälle wieder erfolgen. Unser Büro im Pflegebereich des Hauses musste geräumt werden, da nur so wenig Menschen wie möglich mit den Bewohner*innen in Kontakt kommen durften. Da wir die Betreuung für Menschen aus der Nachbarschaft und nicht im Pflegebereich organisieren, galt und gilt aktuell noch immer das Betretungsverbot auch für uns Mitarbeiter der niedrigschwelligen Dienste.

Wir zogen dann um ins Büro der Quartierskoordinatorin und der Haushaltsnahen Dienste im Service-Wohnbereich. Seitdem organisieren wir unsere Arbeitstage im Schichtsystem, da nicht genügend Arbeitsplätze für alle jederzeit zur Verfügung stehen. Durch den permanenten Wechsel, haben wir inzwischen wahrscheinlich einen der am besten desinfizierten Büro-Arbeitsplätze überhaupt. Ständig wird gesprüht und gewischt und es riecht nach Desinfektionsmittel, wenn man den Raum betritt.

Ähnlich wird es unseren Helfer*innen gehen, wenn sie ihren „Arbeitsplatz“ aufsuchen. Wir haben Regeln und strengste Sicherheitsvorkehrungen erarbeitet unter denen ein Besuch wieder möglich ist.  Das Haus stellt allen Mundschutze und Desinfektionsmittel zur Verfügung. Wir sind sehr froh, dass unsere Vermittlungstätigkeiten für Notfälle aufrechterhalten werden können. Es gibt Familien, die auf Unterstützung von außen einfach angewiesen sind. Und viele unserer Helfer*innen sind schon seit langem in den Familien und gehören so gut wie dazu.

Trotz Corona: Wir helfen weiter. Mit Herz - und jetzt eben auf Abstand.

Bleiben Sie gesund.

„6000 Papiermundschutze zum Selberbasteln verbreiten ungewollt Heiterkeit im Seniorenzentrum“ - 25.05.2020

Das Land NRW organisiert Schutzmasken mit Zusammenbauanleitung für unsere Pflegeeinrichtungen.

„Wo kommen die denn her?“ freute sich Frau Kern, Leiterin der Hauswirtschaft und Hygienebeauftragte im Theo-Burauen-Haus Ehrenfeld über eine Lieferung von den Kollegen des Arnold-Overzier-Hauses, die 6.000 Mundschutze bekommen hatten. Es stellte sich heraus, dass diese Lieferung auf das Gesundheitsministerium des Landes NRW zurückgeht, welches Anfang April rund 29 Millionen Schutzmasken bei einem mittelständischen Automobilzulieferer aus Bielefeld in Auftrag gegeben hatte. Diese wurden via Landesregierung über Bezirksregierung unter anderem an Pflegeeinrichtungen in ganz NRW verteilt. Und 6.000 dieser Masken sind nun für die beiden Seniorenzentren der AWO Köln angekommen.

„Wir waren ganz schön überrascht, als wir die Kartons öffneten.“ berichtet Frau Kern. „Oben auf lagen 2 fertige Masken wohl als Ansichtsexemplar. Beim näherem Hinsehen stellte sich allerdings heraus, dass man uns die 6000 Mundschutze in Einzelteilen und mit Bastelanleitung geliefert hat.“

Mitarbeiter haben den Versuch gestartet und brauchten jeweils über 5 Minuten, um ein recht krummes Ding zusammen zu setzen.
„Ich hab bestimmt etwas sparsam geguckt, als ich ein paar Küchenrollenartige Papiere mit Gummifädchen und selbstklebendem Metallstreifen überreicht bekam. Was es alle gibt… Also, der Zusammenbau ist ganz schön mühsam. Man muss die Maske von allen Seiten anfassen und ich habe es nicht besonders gut hinbekommen. Mit Übung und dem nötigen Geschick wird man sicher besser und schneller, aber mein neuer Mundschutz hat die Kollegen vor allem dazu angeregt jede Menge Witze zu machen – wenigsten das war ein Erfolg.“ erzählt Frau Frohnert, Quartierskoordinatorin Neuehrenfeld lachend nach ihrer ersten Bastelrunde.

Mal abgesehen von hygienischen Bedenken beim Zusammensetzen könnte ein Mensch in Akkordarbeit sicherlich nicht mehr als 100 Stück am Tag produzieren. Dazu gilt die Sonderzulassung für den Setzkasten nur in unserem Bundesland und ist mit einem Verfallsdatum von 12 Monaten ausgestattet. 

„Am besten stellt uns das Ministerium die benötigten zusätzlichen Mitarbeiter zur Verfügung, damit wir die Lieferung in dem vorgegebenen Zeitraum zusammengebastelt und ihrer eigentlichen Bestimmung zuführen können – uns alle vor einer Infektion mit Covid-19 zu schützen. Wir kümmern uns dann in der Zeit weiter um die uns anvertrauten Bewohner*innen, deren Angehörige, unsere Mieter*innen und halten allen Angestellten so gut es geht den Rücken frei. Diese stehen ohnehin schon unter erhöhtem Druck und Arbeitslast, da werden wir jetzt keine zusätzlichen Bastelwochen für Einmalmasken einschieben.“ kommentiert Elisabeth Römisch, Fachbereichsleiterin Pflege bei der AWO Köln die sicher gutgemeinte aber bestenfalls unpraktische Lieferung.

Zumindest haben die Masken an einigen Stellen zur Heiterkeit geführt – also auch ein Lichtblick in Corona-Krisenzeiten.

„Let`s Dance! Am Gartenzaun wird geschwoft“ - 15.05.2020

Manchmal ist man einfach nur total begeistert was sich Menschen einfallen lassen, um ihren Angehörigen im Seniorenzentrum ein bisschen Freude zu bereiten.

Quartierkoordinatorin Nicole Frohnert lief kürzlich die Straße herunter und beobachtete wie so oft  jemanden am Gartenzaun der sich mit einer Bewohnerin unterhält sich. „Als ich gerade freundlich grüßend vorbei gehen wollte, packt diejunge Dame eine kleine mobile Bluetooth-Box aus, stellt sie auf den Zaun, verbindet ihr Handy damit und schmeißt die Musik an.“ erzählt sie. „Was dann passierte war einfach nur klasse. Besagte Bewohnerin fing sofort an zu tanzen. Als sich sie darauf anspreche erzählen sie mir, dass sie das schon öfter gemacht haben. Auch zur Freude des ein oder anderen Bewohners, der sein Zimmer mit Balkon gleich in der Nähe hat.“

„Meine Mutter und ich gehen sonst gerne zum Demenztanzen an der Bonner Straße“, erzählt die Angehörige der Kollegin. „Ich bin selbst Sportlehrerin und meine Mutter liebt Musik und Tanzen. Ich mache das schon seit einiger Zeit immer mal wieder. Ich rufe sie an und frage nach ihren Musikwünschen, dann komme ich vorbei und wir tanzen zusammen.“ Eine vor dem Zaun auf der Straße, die andere im Garten.  Wie man immer wieder feststellen kann. Musik ist das beste Mittel um Freude und gute Laune zu verbreiten. Sei es bei den Gartenkonzerten, oder eben über die Musikbox auf dem Gartenzaun.  Tolle Aktion, tolle Idee.

Let's dance!

„Du hast die Haare wieder schön!“ – Der erste Friseurtermin seit vielen Wochen - 14.05.2020

Wir alle kennen Sie: die lange Corona-Mähne. Die Pandemieauswirkungen haben viele jeden Morgen beim Blick in den Spiegel schier verzweifeln lassen. Föhnen? Hilft nur bedingt. Selbst schneiden?Das kann schief gehen. Färben? Na ja, wenn man weiß was man tut…

Mit den ersten Lockerungen im Betrieb unserer Seniorenzentren kam auch ein Highlight für viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner zurück: Ein Friseurbesuch. Das Team kam letzte Woche nach gefühlt endlos langer Zeit wieder ins Haus und brachte ein bisschen Normalität zurück. Besonders unsere Damen haben sich darauf gefreut. Ein Gang zum Friseur, bevor die Angehörigen zu Besuch kommen, das muss sein. Endlich wieder eine Frisur. Jeder fühlt sich insgesamt einfach wohler mit gepflegter Frisur – ganz egal ob 10 oder 100 Jahre alt.

Auch wenn noch nicht wieder gefärbt werden darf, die Verweildauer insgesamt so kurz wie möglich gehalten werden muss und der Besuch nach strengem Hygienekonzept abläuft – wir werden den Mähnen keine Träne nachweinen und sind froh das wir nach und nach wieder ins normale Leben zurückkehren zu können. Auch wenn es vordergründig so banale Dinge wie ein Friseurbesuch sind: Wir haben es vermisst und deshalb ist auch das ein Lichtblick im Seniorenzentrum.

„Endlich wieder Leben im Seniorenzentrum! Muttertag, Blumen, Geschenke und das Coronamobil am ersten Besuchstag nach Wochen“ – 10.05.2020

Seit der NRW Gesundheitsminister überraschend am Dienstagabend das Ende des Betretungsverbotes bekannt gab, klingelte bei uns das Telefon sturm. Natürlich. Mittlerweile sind viele Wochen vergangen, in denen niemand mehr das Haus betreten konnte. Alle wollten wissen wie, und wenn wann sie kommen können und ihre Liebsten endlich wiedersehen. Und auch wir haben uns gefreut. Unsere sonst so offenen und lebendigen Häuser sind in den letzten Wochen sehr still geworden.

Am Sonntag war es also endlich soweit! Muttertag und gleichzeitig erster richtiger Besuchstag in unseren Seniorenzentren. Und wir waren vorbereitet! Ein Kraftakt, der nur mit jeder Menge zusätzlichem Personal zu bewältigen war, aber es wurde geschafft, wie so vieles in den letzten Monaten. Das ein Besuch natürlich nur unter strengsten Hygiene- und Abstandsmaßnahmen erfolgen kann, versteht sich von selbst. Das muss man schließlich jetzt überall einhalten. Es gab Listen auszufüllen, Fragen zu beantworten und Hände zu desinfizieren, bevor man den Besuchsraum betreten konnte.

Nichtsdestotrotz war die Aufregung und Freude von allen Seiten spürbar. „Es war so still hier die ganze Zeit, jetzt ist endlich wieder Leben da, wie früher!“ spricht eine Kollegin das vorherrschende Gefühl aller aus. Besonders am Sonntagnachmittag nahmen die Besucherströme kein Ende. Aber alles ging trotz der kurzfristigen Planung reibungslos von statten. Vielen Dank auch von unserer Seite für Ihre Geduld und Ihr Verständnis. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass alle die strengen Regeln und Schutzmaßnahmen die wir ergreifen mussten, mitgetragen haben. Am Ende ging es jadarum das Wichtigste möglich zu machen: endlich wieder ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht ohne Absperrband oderZaun dazwischen. Wer keinen Termin ergattern konnte am Sonntag, aber trotzdem gekommen ist um sich testen zu lassen, hatte immerhin noch die Chance auf ein Zaungespräch oder einmal kurz winken, um die Zeit bis zum nächsten Termin zu überbrücken.

Testen, warum testen? Zum Besuchstag war zusätzlich das Coronamobil der Uniklinik Kölnam Theo-Burauen-Haus zu Gast. Ein umgebauter Campingwagen dient als mobiles Testzentrum. Alle Mitarbeiter und die Familien der Bewohnerinnen und Bewohner hatten die Möglichkeit sich vorm Haus auf Covid-19 testen lassen. Das geht offensichtlich mit der veränderten Strategie des Landes und den freigewordenen Kapazitäten einher. Wir freuen uns sehr, dass dieses möglich ist. So ist noch ein weiterer Schutzschild für unsere Bewohner und Bewohnerinnen da, der dazu beitragen kann, dass sich trotz der Öffnung der Virus nicht unbemerkt im Haus verbreiten kann.

Aktuell dürfen unsere Bewohner*innen maximal zwei Personen eine halbe Stunde am Tag nach Voranmeldung und Terminvergabe Besuch empfangen. Dazu haben beide Häuser extra Besuchsräume vorbereitet.
Wir freuen uns auf Sie genauso wie unsere Bewohner*innen.

„Konzerte vorm Haus und im Sinnesgarten – Balsam für die Seele und ein bisschen Mitsingen und Klatschen“ – 08.05.2020

Bereits im März begannen wir im Arnold-Overzier-Haus das Projekt „Künstler für AWO - Senioren für Künstler“. Aufgrund der immensen Einbußen durch fehlende Auftritte, haben wir uns überlegt, den Musikern und anderen Künstlern, für ein kleines Entgelt die Möglichkeit zu geben, im Innenhof zu musizieren. Somit sind „zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, weil die Künstler etwas verdienen können und hier sowohl Mitarbeitende als auch Bewohner Abwechslung, Unterhaltung und Ablenkung für eine halbe Stunde bis Stunde erhalten. Seitdem haben sowohl in der Südstadt als auch im Ehrenfelder Seniorenzentrum zahlreiche Konzerte im Innenhof stattgefunden. Viele der Künstler unterhielten die Bewohnerinnen und Bewohner sogar ehrenamtlich, haben das Anliegen, selbst etwas Gutes zu tun.

Besonders war das Konzert im Arnold Overzier-Haus am Mittwochvormittag, letzter Woche. Aber was war so besonders? „So richtig kann man dies nicht in Worte fassen. Es war ein besonderes Gefühl.“ erzählt Frau Schenk, Leiterin der Tagesgestaltung des Hauses.

Zum ersten Mal haben wir ein Konzert nicht im großen Sinnesgarten stattfinden lassen. Über einen fast durch Büsche zugewachsenen Weg wurden die Musikerinnen in den hinteren Sinnesgarten begleitet. Schon zu diesem Zeitpunkt waren die Cellistin Joanna Becker und die Violinistin Sylvia Borg-Bujanowski vom besonderen Ambiente des Gartens begeistert. Die beiden Damen musizieren für das Gürzenich Orchester und waren im Rahmen der Unterwegskonzerte als „Duo Violine Cello“ im kleinen Garten hinter der Einrichtung. Das Programm reichte von Johann Sebastian Bach, über Lieder zum Mitsingen „Kein schöner Land“, „En unserem Veedel“ bis hin zum Tango tanzen zu Isaac Albéniz.

Obwohl die Notenhefte hin und wieder „vom Winde verweht wurden“, die Nachbarschaft Holz sägte und das Windspiel im Garten klingelte, ließen sich die beiden nicht irritieren. Sie hatten Spaß und ließen Ihre Begeisterung über ihre gelungene Premiere in Bezug auf Innenhof-Konzerte, auf das Publikum überspringen. „Wir freuen uns auf die noch folgenden Innenhof-Konzerte, wenngleich dieses in besonderer Weise in Erinnerung bleiben wird“, sagt Frau Schenk, Leiterin der Tagesgestaltung.

Auch im Theo Burauen-Haus spielt Musik in den letzten Tagen eine große Rolle. Ein Trio mit Quetschkommode und Gesang begeisterte die Bewohner und Kollegen des Hauses  mit fröhlicher Stimmungsmusik vor dem Haus und im Sinnesgarten. Der ganze Garten sang oder klatschte mit und freute sich über den Auftritt. Eine gelungene Abwechslung für alle.

Und auch heute wieder klangen Töne durch den Garten. „Ich wusste gar nicht welch talentierten Pianisten wir in den Reihen unserer Kollegen haben,“ freut sich Nicole Frohnert, Quartierkoordinatorin Neuehrenfeld. „Mein Büro geht zum Garten raus. Ich war selbst freudig überrascht als es losging und habe, hoffentlich zur Freude und nicht zum Schrecken meiner Kollegin,  einige der Lieder im Büro einfach mitgesungen.“lacht sie. Das Repertoire reichte von dem Beatles Song „All you need is love“ über „Richard Claydermann und einige französische Chansons, bis hin zu kölschen Mitsing-Klassikern und Volksliedern. Selbst am Zaun zur Straße sind einige Passanten kurz stehengeblieben und haben die Musik ebenfalls genossen.“
Mittlerweile gibt es ein ganzes Konzertprogramm. Mehrmals die Woche wird in beiden Häusern ein Musikprogramm geboten. Von Klassisch über Volkslieder bis hin zu kölscher und moderner Musik ist alles dabei.

Wir bringen Stimmung in die Häuser und machen den ein oder anderen sonnigen Frühlingstag zu einem schönen Erlebnis für unsere Bewohner und die Nachbarn.

Die geplanten AOH-Innenhof-Konzert-Termine im Mai

Montag, 11.05.2020            15:30Uhr       Stefan Kuntz mit Gitarre mit einem Mitsingkonzert (franz. Chansons, deutsche Liedermacher, Volkslieder, Schlager, engl. und amerikanische Songs
Mittwoch, 13.05.2020 10:30Uhr Zwei Flügelhorn-Spieler des WDR Sinfonie-Orchesters
Freitag,
15.05.2020
10.30Uhr zweite Show des Künstlerkollektivs der KölnMedia Medienproduktion
Sonntag, 17.05.2020      15.30Uhr Marius Peters mit Klaus dem Geiger
Freitag,
22.05.2020
15.30 Uhr „Duo Sunnesching“ – von Kölle bis nach Las Vegas
Noch vakant:
Donnerstag, 28.05.2020
10.30Uhr Spielezirkus
Mittwoch, 03.06.2020 15.30Uhr Annie Wingätter
Mittwoch, 10.06.2020 15.30Uhr Wolfgang Richter – Violine evtl. mit Gesang (Oper, Operette)
Noch ohne Termin   Phantasialand-Artisten

Quartiersarbeit in Corona-Zeiten – 07.05.2020

Neben dem Seniorenzentrum gibt es bei der AWO auch Mitarbeiter die soziale Projekte leiten. Die sogenannten niedrigschwelligen Dienste, deren Aufgabe sich nicht auf die Pflege im Seniorenzentrum, sondern um die Menschen im Veedel dreht.
Eines davon ist die Quartiersarbeit Neuehrenfeld. „Quartiersarbeit? Was ist das denn?“ Werden sich jetzt viele fragen.

Wie der Name schon sagt, setzt die Quartiersarbeit im Quartier an, bei den Menschen, mit den Menschen. Ziel der Quartiersarbeit in Neuehrenfeld ist es der Generation 60+ im Veedel ein selbstständiges Leben in den eigenen 4 Wänden bis zuletzt zu ermöglichen. Dazu gehört auch, Nachbarschafts-Aktionen zu planen, Sportangebote zu schaffen oder Gesprächskreise wie das Biografie-Café zu begleiten. Aber auch das Seniorenzentrum nach außen hin zu öffnen, gehört zu meinen Aufgaben. Es soll Leben herrschen, Hemmschwellen sollen abgebaut werden und Nachbarn vorbei kommen können, damit jeder sehen, riechen und fühlen kann, dass dies keine schreckliche oder gar einsame Stätte für alte Menschen ist, sondern ein lebendiger und wunderschöner Ort an dem es sich gut leben lässt. Vor allem bedeutet Quartiersarbeit aber viel unterwegs zu sein und mit den Menschen vor Ort zu sprechen.

Sie können sich denken, wie hart mich die Corona-Krise trifft. Quasi über Nacht ist meine gesamte Arbeit auf den Kopf gestellt worden. Wir können uns nicht mehr treffen, wir können noch nicht einmal weiter planen, weil niemand weiß wie lange der Shut Down dauert und selbst wenn er aufgehoben wird, heißt das ja noch lange nicht, dass wir uns wieder am nächsten Montag ins Café Thea setzen und wie in den letzten Jahren zusammen quatschen und Kuchen essen werden. Dort ist nämlich jetzt der lang ersehnte und dringend benötigte Besuchsraum für die Angehörigen unserer Bewohner, mit eingebauten Plexiglasscheiben. Kommendes Wochenende hätte eigentlich das Seniorenzentrum zur Galerie umgestaltet werden sollen und wir hatten ein großes Nachbarschafts-Fest im Rahmen der Kunstroute Ehrenfeld geplant. Das geht nun nicht mehr.

Mittlerweile hat sich die Arbeit zwar verändert, aber ich kann sagen, diese ganze Krise schweißt auch zusammen. Wichtiger denn je ist es ein offenes Ohr für die Menschen zu haben. Die wenigen, meist zufälligen Begegnungen die man hat, sind oft intensiver. Die Gespräche sind anders, auch länger, aber die Themen sind trotzdem gleich geblieben. Wie schaffen wir es, Menschen zu erreichen die gerade einsam und isoliert sind? Wie schaffen wir es, dass die ältere Generation im Quartier nicht ignoriert oder gar diskriminiert wird, sondern mit einbezogen und unterstützt?

Seit Corona telefoniere ich viel mehr, schreibe mehr Emails und halte so den Draht nach außen. Ich bin losgezogen und habe Telefonnummern mit nachbarschaftlichen Unterstützungsangeboten für die Risikogruppen an Laternen, Stromkästen und Fenster geklebt. Ich bin Seelsorger, Brötchen-Bringdienst und motiviere Nachbarn Masken zu nähen oder Schutz- bzw. -Nähmaterial oder Nervennahrung zu spenden. Zusammen mit meiner Ehrenrunde, den Menschen, die sich mit mir für das Quartier engagieren, planen wir neue Nachbarschafts-Aktionen wie eine Mitsing-Musikaktion in den Straßen von Neuehrenfeld. Wir gehen dorthin wo die Menschen leben, die gerade möglicherweise isoliert sind, um ein bisschen Freude und Farbe in den Alltag zu bringen. Wir überlegen ob und wann wir die Neueröffnung des Geben- und Nehmen Schrankes doch noch hinbekommen, der vor dem AWO Quartiersbüro an der Myliusstr. sein neues zu Hause finden soll. Wir arbeiten an einer Postwurfsendung mit kleinen Ideen rund um den neu zu gestaltenden Alltag und ich schreibe diesen Blog, für die AWO Köln Webseite, damit alle wissen, es geht uns trotz allem gut in den Seniorenzentren. Es passieren tolle, bemerkenswerte Dinge, die mir die Kollegen fast täglich mitteilen.


Es geht immer weiter, das Quartier ist zwar ruhiger geworden, aber es lebt und ich freue mich schon jetzt auf den Tag, an dem wir uns endlich wieder sehen können und aus der Zeit Geschichten austauschen werden. Es wird sicher viel zu lachen geben - zum Beispiel über die abstrusesten Masken und die schrecklichste „Corona-Matte“ auf unseren Köpfen. Meine kommt am Samstag endlich wieder ab. Die kleinen Freuden des Corona-Alltags – Ein Friseurbesuch als persönlicher Lichtblick.

Bleiben Sie gesund, entspannt und solidarisch. J

„Bei wem kann ich mich bedanken?“ – Briefe und Geschenke zu Ostern von Kölner Kindern an die Seniorenzentren – 06.05.2020

Können Sie sich erinnern, wann Sie das letzte Mal unerwartet einen Brief mit lieben Worten bekommen haben? Frau Budkova und Frau Homann sind zwei Mitarbeiterinnen des Büros für Bürgerengagement im AWO Kreisverband Köln, die es geschafft haben, dass ganz viele Briefe in den Seniorenzentren ankamen.

Sie hatten die tolle Idee, wie man Alt und Jung auch ohne Besuch zusammenbringen kann. Sie starteten einen Aufruf an Kölner Kinder und deren Eltern, für die Bewohner der beiden AWO Seniorenzentren zu basteln, zu malen und Briefe zu schreiben.

Ganz viele haben mitgemacht, so dass die „gesammelten Werke“ kurz vor Ostern im Arnold-Overzier-Haus abgegeben werden konnten.

Pünktlich zu den Feiertagen wurden die Geschenke an alle verteilt. Die Freude war riesig. Die Seniorinnen und Senioren möchten sich bei allen Kindern ganz herzlich bedanken.

Projekt QualiCare und Corona - 04.05.2020

Während Corona das Leben und Arbeiten in unseren Seniorenhäusern kräftig auf den Kopf gestellt hat, sind auch wir vom Projekt QualiCare nicht von den Auswirkungen verschont geblieben.

Das Schulungsverbot erreichte uns zu Beginn unserer Abschlusswoche der Vollzeitmaßnahme. Die Abschlussfeier musste ausfallen, letzte Bescheinigungen per Post zugestellt werden. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Wie macht man also das Beste daraus? Aus dem sorgsam geplanten Perspektivmodul in den Schulungsräumen von unserem Kooperationspartner IN VIA wurde kurzerhand eine Betreuung und Begleitung bei aktiver Stellensuche und Bewerbungstraining per Mail und Telefon.

Während das verhängte Betretungsverbot für alle Mitarbeitenden, die nicht zwingend in den Häusern arbeiten müssen, dazu führte, dass ich als Jobcoachin in ein neues QualiCareHauptquartier umziehen musste, standen viele offene Fragen im Raum.

Eine Herausforderung für uns, aber auch für unsere Teilnehmenden. Die Qualifizierung war abgeschlossen, alle Teilnehmenden haben ihre Prüfung mit Erfolg bestanden und waren bereit für den Einsatz auf dem Arbeitsmarkt. Aber Arbeiten in der Pflege und Betreuung von Senior*innen in Zeiten von Corona - wie geht das? Viele Fragen und Unsicherheiten zum Umgang mit den Schutzmaßnahmen, zu Neueinstellungen und Begleitung während der Beschäftigungsaufnahme.

Kreativität war gefragt und viele individuelle Absprachen mussten getroffen werden. Für den Umgang mit eigenen erhöhten Risikofaktoren, individuellen Vorerkrankungen und zu betreuenden Kindern, mussten Lösungen gefunden werden.

Wir alle sind ein ganzes Stück über uns selbst hinaus gewachsen. Wir haben uns neuen Herausforderungen gestellt und ich freue mich sehr,dass einige unserer Teilnehmenden Arbeitsstellen gefunden haben.

In der telefonischen Begleitung der Beschäftigungsaufnahme wurde dann jedoch wenig über die Punkte gesprochen, die wir ursprünglich mal in den Reflexionsgesprächen vorbereitet hatten. Es ging plötzlich um Dinge wie: Was sind die Vor- und Nachteile von einem selbstgenähten Mund -und Nasenschutz? Wie führe ich eine möglichst kontaktlose Übergabe des Mittagessens durch? Wir tauschten uns aus über Aktionen der unterschiedlichen Häuser, die helfen sollten ihre Bewohner*innen mit ihren Angehörigen trotz Besuchsverboten in Kontakt zu bringen.

Ziehe ich heute Bilanz, so steht für mich fest, dass Corona unseren Alltag, unsere Pläne und vielleicht sogar auch unsere Prioritäten ganz schön durcheinander gewirbelt hat. Wir haben viel über unsere Zielgruppe gelernt und deren Schutz, aber am meisten vielleicht über uns selbst. Arbeiten mit einer hoch vulnerablen Risikogruppe, bald täglich neue Richtlinien und Bestimmungen auf die sich eingestellt werden musste - beruflich aber auch privat. Helfen, Versorgen und Pflegen ist anspruchsvoll und verlangt viel Erfahrung und Professionalität. Wie gelingt das in Zeiten von Unsicherheit und Anspannung und in Verbindung mit einem ganz anderen Privatleben als sonst? Viele individuelle Lösungen. Das Festhalten an dem, was wirklich wichtig ist: Zusammenhalt und Mitgefühl. Das sind die Dinge, die sich bewährt haben.

Die Chance von Corona für mich ganz klar: In einer Welt der Kontaktlosigkeit können wir ganz anders und neu zusammenwachsen, wenn wir es schaffen, uns unseren Mut und unser Verständnis für einander zu bewahren.

„Mit kleinen Dingen eine Freude machen“ - 27.04.2020

Vor kurzem kam eine langjährig ehrenamtliche Mitarbeiterin im Seniorenzentrum in der Südstadt vorbei. Sie gehört der Risikogruppe an, kann uns also in dieser Zeit nicht unterstützen. Sie ruft immer wieder mal an, um sich nach uns Mitarbeitenden und den Bewohnern zu erkundigen.

Letztens kam sie auf einem Spaziergang am Markt vorbei, kaufte drei bunte Tulpensträuße und brachte diese vorbei. „Ich habe an euch gedacht…“

Die Tulpen wurden in den Wohnbereichen einzeln an Bewohnerinnen und Bewohner verschenkt, die damit nun ihre Zimmer verschönern. Es war eine große Freude – zum einen für die Bewohner und zum anderen für uns - zu sehen, wie man mit scheinbar kleinen Dingen eine große Freude bereiten kann!!

Corona-Podcast mal anders: Carsten Tesch fragt Bewohner und Mitarbeiter der Kölner AWO Seniorenzentren: „Wie war Dein Tag?“– 23.04.2020

Liebevolle Geschichten aus dem Alltag in einer abgeschotteten Welt.

Podcast „Wie war Dein Tag?“

Podcast auf Spotify

Viel Spaß beim Reinhören!

Geburtstagsständchen zum 90. - 22.04.2020

Angehörige einer Bewohnerin kommen vorbei und singen vorm Haus ein Geburtstagsständchen zum 90.

"Wie schnell sich alle Dinge geändert haben in den letzten Wochen. Normalerweise hätten wir im Garten-Pavillon wahrscheinlich eine kleine Privatfeier für Angehörige und Freunde organisiert mit kleinem Buffet, Geschenketisch und vielen Blumen."
Die Familie einer Bewohnerin hat sich nicht davon abhalten lassen zu kommen und sich etwas ganz Besonderes ausgedacht. Sie kamen mit riesigen Ballons und sangen dem Geburtstagskind ein Ständchen zum 90. unter dem Balkon.

Das freute nicht nur die Jubilarin, sondern auch die Kollegen und Mitbewohner.

Herzlichen Glückwunsch zum 90. Geburtstag!

„Es braucht nicht viel zum Leben… wunderbar!“- Blumenpracht im Garten des Arnold-Overzier-Hauses – 21.04.2020

Wer sehr viel Zeit zu Hause in den eigenen vier Wänden verbracht hat, weiß die frische Luft und einen Garten, Balkon oder Park sicher gerade mehr denn je zu schätzen. Das schöne Wetter lockt alle vor die Tür. Glücklicherweise haben unsere Häuser einen solchen Garten mit viel Platz zum Spazieren gehen und Sitzgelegenheiten zum Ruhen bei herrlichem Sonnenschein.

Aber es wird nicht nur spaziert, es wird auch gegärtnert. Die Betreuungsassistentin Gabi Fuchs kaufte bei Flower Point auf der Alteburger Strasse Blumenerde und Pflanzen für den Sinnesgarten, um diese mit den Bewohnerinnen und Bewohnern vor Ostern einzupflanzen. Beim Bezahlen erzählte sie dem Floristen, dass die Pflanzen für das AWO Seniorenzentrum sind. Daraufhin rundete dieser den zu zahlenden Betrag großzügig ab. Danke! Toll, dass wir so viel Zuspruch erfahren!

Jetzt kann man die zarten Pflänzchen heranwachsen sehen. Jeden Tag wird nachgeschaut, gegossen und gut zugeredet. „Wachstum, es geht immer weiter, es braucht nicht viel zum Leben, wunderbar,…“  freut sich die Bewohnerin über die erblühende Pracht.

Kleine Lichtblicke im Frühling.

„Wir backen Kuchen für alle!“ Riesiges Kuchenbuffet beglückt die Menschen im Theo-Burauen-Haus- 20.04.2020

Wie aus kleinen Ideen plötzlich größere Aktionen werden, haben wir in letzter Zeit häufig erlebt. Die Kuchenbackaktion einer Kollegin sprengte allerdings alle Dimensionen.

„Ich habe sehr viele Bekannte und Freunde die in der freien Wirtschaft oder der Gastronomie arbeiten.“ berichtet diese Kollegin. „Wir bei der AWO können ja glücklicherweise gerade ganz normal zur Arbeit gehen, aber sehr vielen geht es gerade richtig schlecht. Sie sind zu Hause ohne Arbeit, sitzen gerade mit ihren Kindern im Home-Office oder sind auf Kurzarbeit und haben einfach keine Möglichkeit wie gewohnt ihren Beruf auszuüben. Zusammen mit Kollegen und Freunden wollte ich gerne das Seniorenzentrum im alltäglichen Corona-Stress unterstützen und habe einige gefragt, ob sie nicht mit mir ein paar Kuchen backen möchten.“ erzählt die Mitarbeiterin.

Gesagt getan, sie nahm den Hörer in die Hand und erhielt sofort Zusagen von ihren „Mädels“. Plötzlich kamen immer mehr Menschen dazu, die auch mitbacken wollten: Die Nachbarin, die Mutter, die Kinder, Kolleginnen - es wurden richtig viele Bäcker. Eine ihrer Freundinnen arbeitet in der Gastronomie und steuerte gleich 50 Stücke bei. Unglaublich! So wurde aus „ein paar Kuchen“ ein riesiges Kuchenbuffet mit dem neuen Ziel, jeden im Haus mit einem Stück zu versorgen.

„Ich hatte eigentlich ein richtig schlechtes Gewissen, gerade die nach Unterstützung zu fragen, die momentan selbst genug Probleme haben. Die Reaktion war allerdings überwältigend.“ erzählt sie.  „Einige haben sich sogar bei mir bedankt und sagten, dass sie sich richtig gut fühlen und freuen mitgemacht zu haben.“ Kuchen backen und Menschen einen Freude machen hat also einen weiteren Effekt: Die Macher erfreut es genauso wie die Beglückten.

Vielen lieben Dank für so viel Herzlichkeit.

"Die Fläschchen aus der Apotheke stinken immer nach Schweissfüßen!" - Coty spendet 1800 Fläschchen Desinfektionsmittel - 17.04.2020

Der Star des Treffens!

„Ich lass Grüße da!" – Ein Tischchen für Gaben, Grüße und Geschenke für die Bewohner*innen steht jetzt vor dem TBH -16.04.2020

Kennen Sie auch das Märchen vom „Tischlein deck Dich“ der Gebrüder Grimm? So, oder so ähnlich haben sich Mitarbeiter*innen im Theo-Burauen-Haus diese Aktion vorgestellt.
Immer wieder bringen Menschen kleine Gaben und Geschenken für die Senior*innen und Mitarbeiter*innen vorbei, um ihnen eine Freude zu machen. Warum also nicht einen Gabentisch aufstellen, damit jeder einen Gruß oder eine Kleinigkeit da lassen kann? Kurzerhand haben sich Kollegen und Familienmitglieder an die Aufgabe gemacht und aus einer alten Leiter und ein paar Regalbrettern einen Grußtisch für die Bewohner*innen gebaut. Dieser steht jetzt vor dem Theo-Burauen-Haus und wartet darauf mit kleinen, großen, nützlichen, witzigen oder einfach nur schönen Geschenken bestückt zu werden.

„Auf unserem „Ich lass Grüße da!“-Tisch soll Platz für alles sein, was gut tut.“ sagt Frau Alfter, Leiterin der Tagesgestaltung, die zusammen mit ihrem Bruder die Idee in die Tat umgesetzt hat. „Was auf den Tisch kommt, da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt! Eine kleine Grußnachricht, Süßigkeiten als Nervennahrung, Blumen, etwas Selbstgemachtes, ganz egal. Die Hauptsache ist, alle haben das Gefühl, es wird an sie gedacht und niemand ist alleine.Manchmal kann man mit ganz kleinen Dingen große Freuden bereiten.“

Natürlich deckt sich unser Tischlein, nicht von selbst, wie im Märchen. Daher zählen wir auf Sie liebe Nachbarn, Angehörige und Freunde. Für eine kleine Grußnachricht stehen Zettelchen und Stifte bereit, damit ihr Gruß oder ihre Gabe richtig ankommt.

Ganz herzlichen Dank!

Das Glück ist zu spüren: Eine Bewohnerin sieht nach langer Kontaktsperre ihre Angehörige im Videochat wieder - 15.04.2020

Dingfabrik spendet den AWO Seniorenzentren zwei gebrauchte Laptops

Wir sind selbst jeden Tag aufs Neue überwältigt mit wie viel Kreativität Dinge neu gedacht und daher trotz allem möglich gemacht werden. Das Besuchsverbot in den Seniorenzentren können wir tatsächlich und aus gutem Grund nicht aufheben. Das heißt aber natürlich nicht, dass die schmerzlich vermissten Kontakte zur Außenwelt unmöglich geworden sind. Im Gegenteil: da kommt fast täglich der Sohn vorbei und unterhält sich vom Vorgarten aus mit seiner Mutter auf dem Balkon. Zum 90. Geburtstag einer Bewohnerin wird von Angehörigen vorm Haus ein Ständchen gesungen und telefoniert wird sowieso viel.

Aber manchmal reicht das natürlich nicht. Angehörige wohnen zu weit entfernt für einen Balkonplausch und wenn man sich schon nicht in den Arm nehmen kann, möchte man sich trotzdem gerne sehen.

Die Tablets, auf denen wir vor Wochen Skype eingerichtet haben, werden dafür schon häufig genutzt. Mit den Laptops, die uns die Dingfabrik gespendet hat, haben wir jetzt noch mehr Möglichkeiten den Kontakt zur Außenwelt nicht abreißen zu lassen. Auch wenn es nur per Video ist, das Glück, die Angehörigen nach langer Zeit der Kontaktsperre wieder zu sehen, ist deutlich zu spüren

Videochat

Die Unterstützung von außen hilft uns enorm. Mit jeder Kleinigkeit kommt ein bisschen Normalität zurück und ganz viel Freude ins Haus.

Liebe Angehörige, Freunde und Zugehörige: Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie die Möglichkeit der Videotelefonie nutzen möchten. Unsere Senior*innen im Arnold-Overzier-Haus und im Theo-Burauen-Haus freuen sich sehr über diesen Kontakt zu Ihnen.

Übrigens: Um weitere Alten-, Pflegeheime und Krankenhäuser auszustatten, benötigt die Dingfabrik Unterstützung und sucht Laptop-Spenden! Mehr unter: Dingfabrik – wir suchen alte Laptops!

Ostern im „Home-Office“ – Kolleg*innen, deren Kinder und Schulfreunde basteln tolle Osterdekorationen - 14.04.2020

Liebe Leser,

wir hoffen, Sie alle hatten ein paar entspannte Ostertage und konnten die Zeit bei herrlichem Sonnenschein genießen.

Und was war los in unseren Seniorenzentren? Eine ganz besonderer Oster-Aktion haben sich Kolleg*innen, deren Kinder und Schulfreunde ausgedacht: Die eigene freie Zeit zu Hause sinnvoll nutzen, um anderen Menschen eine Freude zu bereiten. Es wurde ausgeschnitten, geklebt, gefaltet und gemalt. Herausgekommen sind tolle, bunte, selbstgemachte Osterdekorationen, die wir dann im ganzen Haus zur Freude der Bewohner*innen verteilen konnten.

Osterbastelei_1

Was für eine schöne Idee! Danke an alle kreativen Helfer*innen!

„Frohe Ostern wünscht Dir Deine Mama“ - 09.04.2020

Wir senden Ostergrüße aus dem Seniorenzentrum und wünschen allen ein frohes Fest und bleiben Sie bitte gesund.

Eine besondere Aktion zu Ostern haben sich die Wohnebereiche zusammen mit dem Förderkreis des Hauses ausgedacht. Wir sind bei dem kleinen Geschenkeladen Fräulein Läusefrosch fündig geworden und haben ganz besondere Osterkarten gekauft, damit wir unseren Liebsten einen Ostergruß aus dem Seniorenzentrum senden können. Wir vermissen euch!

"Ein Hofkonzert im Arnold-Overzier-Haus" - 08.04.2020

Am Mittwoch, 01.04.2020 fand im Innenhof des Arnold-Overzier-Hauses ein Innenhofkonzert statt.

Bei herrlichem Wetter lauschten die Bewohner den Klängen von Reinhard & Vera, kurz HardVer, und sangen im immergrünen Garten Evergreens.

Hier sehen Sie einen Mitschnitt des Konzerts.

 

„Chill Area – der neue Pausenraum ist jetzt im Gartenpavillon“ - 07.04.2020

Was tun wenn alle Abstand halten müssen und die Pausenräume zu eng werden? Wir haben uns etwas einfallen lassen. Ein kleiner Lichtblick für unsere Kolleginnen und Kollegen sind die neuen „Mitarbeiter-Oasen“, die in den ungenutzten Besprechungsräumen entstanden sind.

„Wir müssen nicht nur auf die Gesundheit und das Wohlbefinden unsere Bewohnerinnen und Bewohner achten, auch unsere Mitarbeiter brauchen eine Rückzugsmöglichkeit. Gerade in der aktuellen Situation stehen wir unter enormen Druck und brauchen einfach einen Ort an dem man sich einmal zurückziehen kann. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aller Abteilungen sind jetzt besonders gefordert und halten den Betrieb unter erschwerten Bedingungen am Laufen.“ sagt Frau Römisch, Leiterin der beiden Seniorenzentren in der Südstadt und Ehrenfeld. „Da kam uns die Idee, die leeren Räume in denen normalerweise Nachbarschaftsaktionen, Besprechungen oder Fortbildungen stattfinden, in größere Pausenräume für die Angestellten umzugestalten.“

Die Mitarbeiter-Oasen bieten viel mehr Platz, wurden mit Liegestühlen und Kissen und Decken ausgestattet und auch der Kühlschrank ist gefüllt, so dass man sich mit gebührend Abstand dort ausruhen oder nach einem anstrengenden Dienst mit dem ein oder anderen Kollegen ein bisschen unterhalten kann. Sie werden von den Mitarbeiter*innen seitdem täglich genutzt, um in chilliger Atmosphäre neue Kraft zu tanken. „Es wird gemunkelt, dass zwei Kollegen sich so gut entspannen konnten, dass sie sogar eingeschlummert sind.“ erzählt Frau Scheliga, Wohnbereichsleiterin im Arnold-Overzier-Haus schmunzelnd. Und der Förderverein des Theo-Burauen-Hauses fand die Idee so toll, dass er kleine Präsentkörbe vom Italiener gespendet hat. Lasst es euch schmecken!

Alle sind sich einig: Diese Chill-Area tut in der aktuellen Situation richtig gut.

„Gemeinsam schaffen wir es!" Dank ihrer Hilfe können wir immer mehr Kolleg*innen und Bewohner*innen mit selbstgenähten Gesichtsmasken ausstatten - 06.04.2020

Das professionelle Schutzmaterial, welches in der Pflege so dringend benötigt wird, ist mittlerweile zur weltweiten Mangelware deklariert worden. Viele Pflegeeinrichtungen haben in der Regel keine großen Einkaufsabteilungen und können oft nicht genügend Material abnehmen, um am aktuellen Handelskrieg auf den Weltmärkten mitmischen zu können. Man hofft durch offizielle Stellen Material beschaffen zu können. Noch sind Bestände in unseren Seniorenzentren vorhanden und wurden teilweise auf ungewöhnlichen Wegen beschafft. Aber das heißt natürlich nicht, dass wir nicht trotzdem jede Option wahrnehmen und jede Idee aufgreifen, die hilft unsere Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen. Wir helfen uns jetzt selbst und Sie helfen mit!

Vor einigen Tagen haben wir bereits über unsere Nähaktion berichtet. Kolleg*innen nähen Gesichtsmasken aus Baumwolle für das Seniorenzentrum und fragten nach fleißigen Unterstützern.

Die Reaktion war überwältigend: Kollegen, ehrenamtliche Mitarbeiter, Nachbarn, Freunde, Familienmitglieder und unsere Mieter im Servicewohnbereich haben sich an die Nähmaschinen geschwungen, Ideen und Material beigesteuert und sich die Finger wund telefoniert, um Unterstützung und die neue Mangelware „Gummilitze“ zu organisieren.

Haben sie noch Material? Wir nehmen gerne weitere Schutzartikel und Nähutensilien an.

Danke für Ihre Hilfe. Gemeinsam schaffen wir es!

„Die Hilfsbereitschaft und Solidarität reißt nicht ab – alle machen mit: Nachbarn, Freunde und Fans spenden dringend benötigtes Schutz-Material“ - 03.04.2020

Wir rücken näher zusammen – das ist der Leitfaden für die „Lichtblicke“ und das stellen in den letzten Tagen unglaublich viele Menschen unter Beweis.

Da startet eine Wohnbereichsleiterin letzte Woche auf ihrer Facebookseite einen Aufruf und fragt nach Material und gleich am nächsten Tag gehen die ersten Spenden bei uns ein.

Ein Brandschutzbeauftragter bringt uns sogar 20 FFP2 Masken, die wir so dringend benötigen.

 

„Fan“ Astrid K. von RTL, mit der wir vor einiger Zeit eine Wunschbaumaktion im Seniorenzentrum in der Südstadt gestartet haben, sieht den Aufruf und kommt sofort vorbei mitNervennahrung, Handschuhen und schreibt schnell einen lieben Brief an das Team.

„Unglaublich! Gemüsehändler Benecke und Thielen liefert 10.000 Mundschutzmasken ins Seniorenzentrum“ - 02.04.2020

Es geschehen noch Wunder!
In diesen Zeiten, in denen alle Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Arztpraxen und auch die AWO-Seniorenzentren dringend Schutzkleidung benötigen, hat das Arnold-Overzier-Haus auf Vermittlung des Küchenleiters Sascha Rütz kürzlich eine Lieferung mit Mundschutzmasken erreicht.
Und wie kam das zustande? Herr Rütz hat einfach mal bei den Händlern angefragt, mit denen man seit Jahren vertrauensvoll zusammenarbeitet, und ist beim Obst- und Gemüselieferant des Hauses fündig geworden. „Ich bin selbst ganz überwältigt“ freut sich Sascha Rütz, während er neben den Obst- und Gemüsekisten die Lieferung von 10.000 Masken in Empfang nimmt.

„Toll, dass wir in diesen Zeiten auf unsere Lieferanten zählen können und es Firmen wie  „Benecke und Thielen“ gib. Diese Unterstützung unserer Arbeit ist gar nicht hoch genug zu bewerten.“ sagt Frau Römisch, Leiterin des Arnold-Overzier-Hauses. „Besonders auch, weil wir diese Lieferung von Herrn Thielen zu einem wirklich angemessenen Preis erhalten haben.“

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sagen „Herzlichen Dank!“

Simone T., seit kurzem examinierte Pflegekraft im Arnold-Overzier-Haus, gibt uns einen kleinen Einblick in ihren Alltag - 01.04.2020

Simone T., langjährige Mitarbeiterin im Arnold-Overzier-Haus, konnten alle Kollegen zum bestandenen Examen gratulieren. Die Ausbildung zur examinierten Pflegefachkraft schloss sie in der Rekordzeit von zwei Jahren ab und das trotz „erschwerten Bedingungen“ – ihre Prüfung fand ausgerechnet an Weiberfastnacht statt. Sie bleibt uns natürlich weiter als Mitarbeiterin im Seniorenzentrum in der Kölner Südstadt erhalten und erzählt uns, wie es ihr in der aktuellen Lage geht, warum sie gerade diesen Beruf gewählt hat und was sie sich für die Zukunft wünscht:

Fr. Barth: Liebe Simone, erst mal herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Examen!

Simone T.: Dankeschön!

Fr. Barth:  Erzähl uns doch mal, wie bist Du überhaupt zur Altenpflege gekommen?

Simone T.: Ehrlich gesagt, ich habe mich schon immer für ältere Menschen und deren Lebensgeschichten interessiert. Es war damals eher Zufall, dass ich 1999 die Arbeitsstelle als Pflegeassistentin hier im Haus bekommen habe. Nach all den Jahren finde ich den Beruf immer noch toll und deshalb habe ich mich dann vorletztes Jahr dazu entschlossen die Ausbildung zur Pflegefachkraft zu machen.

Fr. Barth:  Wie war es, nach so langer Zeit wieder die „Schulbank“ zu drücken?

Simone T.: Es hat mich selbst überrascht, wie leicht mir das Lernen von der Hand gegangen ist. Motivation ist alles! (Simone lacht)

Fr. Barth:  Was meinst Du, ist für die Bewohnerinnen und Bewohner aktuell besonders wichtig?

Simone T.: Was alle gerade jetzt noch mehr als sonst brauchen sind persönliche Zuwendung und Gespräche. Alle sollen merken, dass wir sie für sie da sind und wirklich alles für ihre Sicherheit tun. Natürlich sind auch wir manchmal verunsichert, umso wichtiger ist es jetzt selbst Ruhe und Verständnis auszustrahlen.

Fr. Barth: Kannst Du Dir vorstellen, dass die Zeit der Corona-Krise eventuell auch positive Auswirkungen haben kann?

Simone T.: Ja. Da man jetzt endlich zu registrieren scheint, wie wichtig manche Berufe sind, sollten diese nicht nur „beklatscht“ sondern auch generell mehr wertgeschätzt werden. Ich hoffe darauf, dass die Anerkennung für den Beruf als Pflegefachkraft steigt. Und das darf sich auch ganz konkret in einer besseren Bezahlung ausdrücken.

Fr. Barth:  Ja, das wünschen wir uns auch. Hast Du eine Idee, wie man mehr Menschen für den Beruf als Altenpflegerin/Altenpfleger gewinnen kann?

Simone T.: Ich kann nur jedem empfehlen, den Beruf zu ergreifen oder zumindest mal ein Praktikum zu machen. Es macht wirklich einfach Spaß und von Routine keine Spur. Man baut ja eine Beziehung zu den Menschen auf und es gibt jeden Tag z.B. tolle Gespräche, die einem persönlich nahe gehen, oder lustige Begebenheiten über die man gemeinsam lachen kann. Die alten und pflegebedürftigen Menschen geben einem eine Menge zurück. Und wonach viele suchen, habe ich jeden Tag: Ich sehe Sinn in meiner Arbeit und sie macht mich stolz.

Fr. Barth: Vielen Dank Simone für die Einblicke in den Alltag und das ausführliche Interview!

Wir nähen Gesichtsmasken! Nähen Sie mit uns! – 31.03.2020

Da sage noch einer, Not macht nicht erfinderisch! Mitarbeiter*innen nähen gemeinsam Gesichtsmasken aus Baumwolle selbst. „Wir nähen seit letzter Woche quasi im Akkord“, sagt Melina Alfter, Leiterin der Tagesgestaltung. „Normalerweise macht unsere Handarbeitsgruppe Schals und fertigt kleinen Näharbeiten z.B. für das Frühlingsmärktchen an, jetzt können wir alle etwas dazu beitragen uns selbst und andere besser zu schützen.“

Die lustig, bunten Masken haben noch weitere positive Nebeneffekte - sie sind nachhaltig, da sie waschbar sind und sehen nicht so erschreckend aus. „Besonders unsere demenziell veränderten Bewohnerinnen und Bewohner, denen man die aktuellen Maßnahmen nur schwer erklären kann, sind weniger erschrocken beim Modell „Hello Kitty“ in pink mit kleinen Katzen, als bei einer klassischen OP-Maske.“, erzählt Frau Alfter lächelnd.

Natürlich ist eine Maske aus Stoff kein Ersatz für eine virenfilternde Maske, die man inzwischen als FFP2 kennt. Aber so lange diese nicht benötigt werden, ist eine Gesichtsmaske aus Baumwolle eine gute Methode, um eine eventuelle Tröpfcheninfektion zu verhindern- übrigens nicht nur für die Mitarbeitenden des Seniorenzentrums.

Gefühlt macht ganz Deutschland schon mit. Helfen auch Sie den KölnerSeniorenzentren und Pflegeeinrichtungen!

Das Arnold-Overzier-Haus in der Kölner Südstadt und das Ehrenfelder Theo-Burauen-Haus freuen sich über fleißige Näherinnen und Näher und Spenden wie z.B. Stoffreste aus Baumwolle, Gummiband, Draht oder Clips zum Einnähen. Das Modell und der Schnitt sind nebensächlich. Anleitungen findet man ganz leicht im Netz.

Worauf kommt es an?

  • der Stoff muss atemdurchlässig sein
  • Der Stoff muss auf mindestens 60°C waschbar sein
  • Ein kleiner Draht muss eingenäht sein, um die Maske an der Nase festdrücken zu können
  • Gummibänder sind praktischer als Stoffbänder, um der Maske Halt zu geben

Für alle Seniorenzentren gilt: Betreten verboten! Daher rufen Sie bitte vorab kurz an, wenn Sie eine kleine Spende für uns haben:

Ehrenfeld: Frau Alfter unter Tel.: 0221 5733 - 210

Südstadt: Frau Stubbe unter Tel.: 0221 3301 - 122

 

Vielen lieben Dank!

„Oh, da ist ja der Mann aus dem Café!“ – 30.03.2020

Wir alle wissen inzwischen was eine Risikogruppe ist. Es sind die Menschen, die in unseren Seniorenzentren leben. Nur, zur Risikogruppe zählen noch viel mehr Menschen. Sie sind nicht im Seniorenalter, aber möglicherweise vorerkrankt und einige von ihnen arbeiten in unseren Häusern. Bei uns kommen diese Kollegen vom Projekt Router aus Köln. Router vermittelt Menschen mit Behinderung inklusive Beschäftigungswege. Bei der AWO Köln e.V. haben viele einen guten Job und arbeiten seit Jahren in unseren Einrichtungen.

Die Kollegen sind zum Beispiel in den Betrieb des Café Arnold im Arnold-Overzier-Haus eingebunden. Sie kümmern sich normalerweise um das leibliche Wohl der Bewohner*innen und deren Angehörige, Freunde und Nachbarn, die dort gemeinsam einen schönen Nachmittag oder Abend verbringen.

Das Café ist wegen der Pandemie natürlich längst geschlossen und diese Mitarbeiter müssen wir natürlich auch schützen. Nur wenige konnten auf eigenen Wunsch und unter Einhaltung strenger behördlicher Vorschriften bleiben.

Wir haben einen Kollegen begleitet, der in die Tagesgestaltung gewechselt ist und sich mit genau so viel Enthusiasmus wie zuvor im Café Arnold, nun in den Wohnbereichen um unsere Seniorinnen und Senioren kümmert. Die meisten kennen ihn seit langem und freuen sich jeden Tag, dass er jetzt in neuer Funktion für sie da ist. Ausrufe wie „Oh, da ist ja der Mann aus dem Café!“ und „Och, das ist ja schön, dass Sie hier sind. Ich muss direkt meine Tochter anrufen und ihr das erzählen!“ zeigen, wie wichtig die vertrauten Gesichter gerade jetzt sind. Sie gehen im Sinnesgarten gemeinsam spazieren, führen Gespräche oder schauen sich gemeinsam alte Fotoalben an. Dem Alltag Struktur und Normalität zu geben, obwohl die Welt drumherum gerade Kopf zu stehen scheint, das ist jetzt wichtig.

Unser Respekt und Dank gilt allen Kollegen, die sich momentan weit über das normale Maß hinaus mitviel Hingabe und Herz in unseren Einrichtungen für unsere Bewohnerinnen und Bewohner engagieren.

„Pasteis de Nata und Eis vom Lädchen um die Ecke für die gute Laune“ – 27. März 2020

Die Hilfsbereitschaft die uns und vielleicht auch Ihnen momentan entgegenschlägt ist großartig. Mit viel Kreativität werden plötzlich neue Wege gefunden, um sich mit gebührendem Abstand gegenseitig zu unterstützen und weiterhin soziale Kontakte aufrecht zu erhalten. Da werden per Skype-Call Angehörige in den Wohnbereich geschaltet, die private Doppelkopf-Runde mit Freunden ins Internet verlegt und Telefonseelsorge aus der selbstgewählten Quarantäne heraus angeboten. Nachbarn hängen Zettel in die Hausflure und bieten an einzukaufen, Privatleute,  Hilfsorganisationen und städtische Einrichtungen stampfen innerhalb kürzester Zeit Unterstützungsangebote für die Risikogruppen aus dem Boden. Nur einige der vielen Beispiele.

Und auch wir werden nicht vergessen und sorgen neben aller Zusatzarbeit füreinander. Eine Kollegin spendiert Eis von der kleinen Gelateria um die Ecke, welche sicher auch gerade um die Existenz kämpft. Die Schwester einer Kollegin arbeitet gerade von zu Hause aus und fragte was sie tun könne, um uns eine Freude zu bereiten. Herausgekommen sind unglaublich leckere „Pasteis de Nata“, kleine portugiesische Puddingtörtchen.

Von den 50 Stück, die sie für uns gebacken hat, waren fast alle nach einer halben Stunde bereits verputzt. Heute hat es also ein winziges Törtchen geschafft, uns ein kleines Lächeln und ein paar Krümel ins Gesicht zu zaubern. Wir möchten ganz herzlich Danke sagen!

„Die Sonne genießen im Sinnesgarten – das geht immer“ – 26. März 2020

Die vielen Einschränkungen unseres täglichen Lebens machen vor dem Seniorenzentrum keinen Halt. Im Gegenteil, täglich gibt es neue Herausforderungen: Die Anordnungen der Stadt oder Ämter müssen vom Krisenstab des Hauses in sinnvolle Maßnahmen umgesetzt und Notfallpläne ausgearbeitet werden. Davon sind alle Abteilungen betroffen und sie gehen auch an keinem Bewohner und Mitarbeiter spurlos vorbei. Alle ehrenamtlichen Unterstützer mussten das Haus bereits vor zwei Wochen verlassen, Besucherregelungen wurden massiv beschränkt und seit den Ereignissen in Würzburg, bei denen das Virus in einer Pflegeinrichtung ausbrach, wurden verständlicherweise die Schutzmaßnahmen für alle Pflegeeinrichtungen von den Behörden noch einmal verschärft. All das wird nun von den Mitarbeitern des Hauses aufgefangen.

Aber wer jetzt denkt, dass Bewohnerinnen und Bewohner ihre Tage nur noch in den eignen vier Wänden verbringen müssen, täuscht sich. Jeden Tag gehen die Senior*innen im schön angelegten Sinnesgarten spazieren.

Diese kleine grüne Oase mitten in Ehrenfeld, ist mittlerweile zu einem der wichtigsten Bereiche des Hauses geworden. Hier kann man geschützt in einer herrlichen Gartenanlage schlendern und die ersten Frühlingsblumen und Triebe bewundern, oder den Duft der Kräuter genießen. Aber vor allem tut die frische Luft und das „Sonne tanken“ jedem gut. „Das ist wichtig für Körper und Gemüt und hält alle bei Laune. Wir merken, dass sich so auch der Stress ein wenig abbaut und die Unsicherheit, die manche aktuell befällt ein wenig nachlässt. “ betont Michael D., Mitarbeiter der Tagesgestaltung, der unermüdlich jeden Tag mit den Bewohner*innen, die sich nicht mehr selbstständig in den Garten bewegen können, seine Runden dreht.

Auch in Zeiten des Kontaktverbotes und der Ausgehbeschränkungen – die Sonne im Sinnesgarten genießen- das geht immer!

„Wir rücken zusammen, mit ganz viel Abstand.“ – 25. März 2020

Trotz Corona -  es gibt auch viele Lichtblicke. So ist zum Beispiel die Initiative, im Empfangsbereich Stellwände aufzustellen an die Mitarbeiter kleine Zettel anbringen können, um ihren Unmut aber auch das Positive in Zeiten der Corona-Krise kundzutun, auf große Resonanz gestoßen.

Und wer hätte das gedacht? Unsere Mitarbeiter sind unverbesserliche Optimisten und finden trotz aller Einschränkungen und Belastungen mehr Positives in der aktuellen Situation.

„Die Krisensituation schweißt alle schon jetzt stärker zusammen.“ steht dort zu lesen, oder die Freude über Klatschen, Balkonkonzerte und –gesänge, die jeden Abend um 21:00 Uhr in vielen Straßen der Stadt stattfinden.

Der Respekt gegenüber Kolleginnen oder Kollegen, die nach Dienstschluss bleiben, um mit den Bewohnerinnen und Bewohnern gemeinsam zu kochen und zu backen, wird zum Ausdruck gebracht, genauso wie die Tatsache, dass sich so viele Menschen in allen Bereichen der Gesellschaft derzeit engagieren.

Überall schwingt mit, dass der Zusammenhalt enorm wichtig ist und es nur gemeinsam zu schaffen ist - und das wird auch im Theo-Burauen-Haus in Ehrenfeld, wie in vielen anderen Bereichen, aktuell gelebt.

Für unsere Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen stellen die Kollegen*innen der Tagesgestaltung handgefertigte Gesichtsmasken aus Stoff her.

Aktuell wurden 197 Gesichtsmasken genäht.

(Stand: 24.04.2020)